Reise ins Val Muestair

Am Wochenende vom 28. bis 30. September 2012 fand bei Infanterie-Wetter die militärhistorische Exkursion unserer Offiziersgesellschaft, unter kundiger Führung von Oberst i Gst David Accola, im Val Müstair statt.

 

Die wackere Schar traf sich am Freitag um 19.00 Uhr zum Nachtessen im Hotel
Alpina in Sta Maria. Hier konnten wir die ersten Gespräche führen und wie vereinbart traf auch unser Reiseleiter David Accola ein. Somit war unsere kleine Reisegruppe komplett.

 

Am Samstag stärkten wir uns am Frühstücksbuffet und besuchten dann als erstes das Museum "STELVIO-UMBRAIL 14/18". David Accola erläuterte gekonnt die historischen Gegebenheiten aus dem 1. Weltkrieg an der Südost-Front. Im Anschluss konnten wir im Museum die Geländemodelle, sowie die zeitgenössischen Fotografien, bestaunen. Ein sehr gut inszeniertes und überschaubares Museum. Anschliessend verschoben wir aufs Stilfserjoch. Bereits während dem Aufstieg zur Dreisprachenspitze erläuterte unser Führer die historischen Ereignisse des 1.Weltkrieges auf und um die Dreisprachenspitze. Wir konnten sowohl die schweizerischen, die italienischen sowie die österreichischen Stellungen, heute Ruinen, der Grenzbesetzung 14/18 trotz starkem Regen und heftigen Windböen sehen. Nachdem wir uns auf italienischem Boden in der gemütlichen Gaststube des neuen Hotels Dreisprachenspitz (wenige Meter neben dem alten, 1918 zerstörten Hotel auf Schweizerseite) kurz aufgewärmt hatten, fuhren wir weiter ins Süd-Tirol. Nach einem kulinarischen Zwischenhalt besichtigten wir den Soldatenfriedhof von Spondinig. Hier wurden österreichische Gefallene aus dem 1. Weltkrieg aus dem Ortlergebiet zur letzten Ruhe gebettet.

Ein interessanter und lehrreicher Tag neigte sich dem Ende entgegen, wir kehrten in die Schweiz zurück und genossen ein gemütliches Bündner-Nachtessen im Hotel Landgasthof Staila in Fuldera.

 

Schon war es Sonntag. Nach einer Stärkung ging die Reise wieder ins Süd-Tirol nach Glurns, wo uns die Schlacht an der Calven 1499 im Gelände erklärt wurde. Die Erzählung war so lebendig, dass wir uns das Schlachtgetümmel gut vorstellen konnten.

Auf der Rückfahrt besuchten wir das Kloster St. Johann in Müstair (UNESCO Weltkulturerbe). Dort gab uns David Accola in seiner gewohnt lebendigen Art einige Erläuterungen.

In Ova Spin besichtigten wir ein Verteidigungsdispositiv, welches zugleich ein Abbild schweizerischer Militärgeschichte darstellt. Auf wenigen Metern begegnet man Einrichtungen des 1. Weltkrieges bis hin zu modernen Verteidigungsanlagen der Armee 95. Die damalige Soldatenstube dient heute den Naturfreunden als Unterkunft – und die Nusstorte schmeckte vorzüglich.

Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören und leider war es schon soweit. Wir nahmen einen grossen Rucksack voller Wissen und Erinnerungen mit nach Hause. Unser aller Dank gilt Oberst i Gst David Accola, der uns mit seinem umfassenden Wissen kompetent und engagiert durch das Wochenende führte.

 

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