Nationales Mikrofilmarchiv

Knapp 20 Mitglieder fanden sich an diesem warmen schönen Montagabend im AMP Burgdorf ein. Es war jedoch allen klar, dass nicht ein Grill-Essen im Wald bei den angenehmen Temperaturen bevorstand - stattdessen besichtigten wir eine berühmte Immobilie des Bundes (KGS_Nr.934).


Als Einführung in das Thema hält Herr Rino Büchel, in seiner Funktion Chef Kulturgüterschutz BABS, im AMP einen kurzen Vortrag. Gemäss dem Haager Abkommen von 1954 sind 'sichern' und 'respektieren' die zwei  Hauptforderungen beim Schutz von Kulturgütern. Dies wird in der Schweiz unter anderem auf der Koordinate 615780/210580 getan. Dort befindet sich das Eidgenössische Mikrofilmarchiv -  auch das kulturelle Gedächtnis der Schweiz genannt. Im heute nunmehr nicht mehr klassifiziertem Standort lagern über 67'000 Mikrofilme, Tendenz steigend. Da die Lebensdauer dieses Mediums mit
500 Jahren mit Abstand allen heutigen digitalen Medien den Rang abläuft, wird es auch auf längere Zeit hinaus alles wichtige auf Mikrofilme zu finden geben. Die Daten sind in 3-facher Ausgabe vorhanden wovon eine davon im Emmental eingelagert wird. Die Daten stammen aus Bibliotheken, Museen und Archiven aller 26 Kantone. Zwei Mitarbeiter verbringen ca. 20 Tage im Jahr in den
Büroräumlichkeiten um die entsprechenden Arbeiten zu verrichten.


Die eindrückliche Sandsteinkaverne hat eine vielseitige Vergangenheit. So war sie zum Beispiel im zweiten Weltkrieg Standort des Generalstabs von Henry Guisan welcher selber im Schloss Jegenstorf stationiert war. Dabei wurden Holzbaracken in die Kaverne gestellt. Danach war das Bauwerk kurz im Fokus
einer damals neuartigen Energieerzeugungstechnologie (nähere Details bleiben den Besuchern des Anlasses vorbehalten). Das heutige Archiv belegt jedoch einen sehr bescheidenen Anteil des gesamten Volumens.Entsprechende Anfragen von Vereinen, Gemeinden und sogar Staaten werden jedoch vom BABS konsequent  verneint, will man sich doch diesen idealen Standort nicht unbedingt mit weiteren Parteien teilen.



Im Namen des Vorstandes danken wir Hr. Büchel für den interessanten Einblick in dieses Thema!

 

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