Vereinsreise an das Military Tatoo in Edinburgh

 

Am Sonntagvormittag traf sich die Schottland-Truppe der OG Burgdorf im reservierten Wagen des Zuges von Burgdorf nach Zürich Flughafen.  Das Abenteuer Schottland konnte beginnen. Die Reise konnte mit den verschiedenen Verkehrsmitteln wie Bahn, Flugzeug und Auto abwechslungsreich beginnen.  Am Flughafen Aberdeeen angekommen, musste die gesamte Reisegruppe jedoch feststellen, dass sie die lange Reise zwar heil überstanden hatte, jedoch ohne Gepäckstücke in Aberdeen angekommen war. Nach Abklärungen am Schalter der Britisch Airways entschied man sich, das Gepäck nachsenden zu lassen und die Mietautos in Empfang zu nehmen um damit die Logie für die erste Nacht im Maryculter House Hotel aufzusuchen.

 

Im Hotel angekommen hat man die Strapazen der Reise sehr bald vergessen und sich der wunderschönen Landschaft mit dem Fluss Dee, welcher unmittelbar am Grundstück des Hotels entlang floss, entzückt. Nach einem feinen Nachtessen im Hotel und dem anschliessenden gemütlichen Beisammensein in der rittersaalähnlichen Lounge wurden schliesslich sämtliche Gepäckstücke von der Britisch Airways direkt ins Hotel geliefert und alle konnten beruhigt schlafen gehen.

 

Für Tag zwei der Reise stand vieles auf dem Programm. Der erste Stopp der Tagesetappe war beim Dunnottar Castle, einer südlich von Aberdeen auf einem Felsen über der See thronenden Burgruine. Ein Bild ihrer einstigen Grösse geben die Überreste des massiven Torhauses und des vierflügeligen Palastes mit Türmchen, einem vollständig restaurierten Salon und Kapellen. Der Regisseur Franco Zeffirelli hat diese eindrückliche Kulisse von Dunnottar Castle für seinen Hamlet-Film mit den Hauptdarstellern Mel Gibson und Glenn Close genutzt.

 

Weiter ging die Reise Richtung Inverness im nördlichen Schottland. Unterwegs auf der Route passierte die Reisegruppe den Castle Trail, an welchem mehr als 70 wehrhafte Trotzburgen und märchenhafte Prunkschlösser zu sehen waren. Eines der bezaubernsten Märchenschlösser dieses Trails sollte das Craigievar Castle sein, dessen Anblick der Gruppe aufgrund von intensiven Renovationsarbeiten leider verborgen blieb.

 

Auf den Castle Trail folgte schliesslich der 110 km lange Malt Whisky Trail mit seinen sieben Whisky Distillerien. Die Besichtigung einer solchen Distillerie stand als nächstes auf dem Programm. Die Glenfiddich Distillery wurde im Jahr 1887 im Besitz der Familie Grant gegründet und wird heute in der fünften Generation  geführt.  Eine Tour durch die Distillerie brachte der Gruppe die Geschichte der Unternehmung sowie die Art der Herstellung näher. Eine Degustation rundete die Führung ab.

 

Nach den zahlreichen Eindrücken des zweiten Tages dieser Reise fand man sich am Abend im Tulloch Castle Hotel am Rande von Inverness ein, wo man gemeinsam das Abendessen im hoteleigenen Pub zu sich nahm und den Abend gemütlich mit dem Austausch der gesammelten Eindrücke ausklingen liess.

 

Tag drei der Schottlandreise führte als erstes an der mächtigen, um 1748 von den Engländern errichteten Artilleriefestung Fort George vorbei.  Fort George ist weitgehend im originalen Zustand des 18. Jahrhunderts erhalten. Die Kasernen werden immer noch für militärische Zwecke benutzt, doch ein erheblicher Teil der Festung steht Besuchern offen und wird von der schottischen Denkmalschutzstiftung „Historic Scotland“ betreut. In einem Teil der Kasernengebäude befindet sich eine Ausstellung über das Leben in den frühen Jahren von Fort George, und im „Großen Magazin“ kann eine Waffensammlung (die Seafield Collection of Arms) besichtigt werden.

 

Nach dieser eindrücklichen Besichtigungstour ging die Reise schliesslich weiter entlang des Caledonian Canals, welcher als einer der schönsten Wasserwege Europas gilt. Der Kanal verbindet zwischen Inverness und Fort William die Nordsee mit dem Atlantik. Die Landschaft ist abwechslungsreich und fasziniert durch ihre Wildheit. Immer unterbrochen durch Kanalbauten, reihen sich die Seen, unter anderem das Loch Lochy, das kleine Loch Oich und das Loch Ness aneinander und münden am Ende in den Moray. Um die Höhenunterschiede zwischen der Nordsee und dem Atlantik zu überwinden, wurden 29 Schleusen gebaut. Einige davon konnte die Gruppe vom Auto aus betrachten.

 

Endpunkt dieser Tagesetappe war das Glenspean Lodge Hotel ausserhalb von Fort William, wo sich die Gruppe für die nächsten zwei Nächte einrichten konnte. Man war hier nun in den Scottish Highlands angekommen.

 

Der Tag wurde mit einem gemütlichen Abendessen im hoteleigenen Restaurant und einem anschliessenden Whisky in der Hotelbar als Digestiv abgerundet.

 

Der vierte Reisetag versprach viel Spannendes, sollte aber ganz anders kommen als geplant. Auf dem Programm standen die jährlich statt findenden Highland Games auf der Isle of Skye. Eine kurvige Panoramastrasse führte westlich von Fort William an Hügeln bis in weiter Ferne mit Erika-Blumen übersäht, Seen und am aus den Harry Potter Filmen bekannten Dampf-Eisenbahn Trail entlang nach Mallaig, wo die Fähren zur Isle of Skye und zu den Small Isles übersetzen. Was die Reisegruppe zu wenig berücksichtigte war, dass die Highland Games zahlreiche weitere Passagiere auf die Isle of Skye lockte und somit ohne Vorreservation von Fährenplätzen eine Übersetzung verunmöglichte.  Falsch wäre hier nun zu sagen, dass der Weg nach Mallaig vergebens gemacht wurde. Die eindrückliche Landschaft, welche die Gruppe zwischen Fort William und Mallaig zu Auge bekommen hatte, war allein bereits eine Reise wert.  So entschied man sich kurzerhand, ein anderes Tal für die Rückreise nach Fort William zu nehmen, was sich dann aufgrund der schmalen, holprigen Strässchen und den vielen Schafen und Kühen auf den Strassen als Abendteuer heraus stellte.

 

Heil zurück in Fort William angekommen rundete die Gruppe den Tag mit einem kleinen Apéro anlässlich des Geburtstages von Sébastien Stampfli und einem feinen Nachtessen im Hotelrestaurant ab.

 

Tag sechs der Reise führte schliesslich durch das für seine atemberaubende Szenerie berühmte Tal von Glenoe und das Tal der Trossachs, in welchem die Geschichte des schottischen Robin Hood, Rob Roy, spielt , entlang der Grampian Montains über Stirling, das Städtchen, welches als Tor zwischen den Lowlands und den Highlands gilt, nach Edinburgh, wo die Rundreise endete.

 

Im Sheraton Grand Hotal & Spa traf sich die Reisegruppe am Abend mit dem eben aus der Schweiz angereisten zweiten Teil der Gruppe zum Abendessen. Weil in der Stadt insgesamt sieben Musikfestivals und auch das Military Tatoo stattfanden, war die Stadt voller Leute und es war kaum möglich, ein Lokal für 17 Personen zu finden. Man teilte sich schliesslich auf und jeder kam noch zu einem feinen Nachtessen, auch wenn manche nicht genau verstanden, was sie bestellt hatten und völlig überrascht waren, was sie am Ende erhalten haben.

 

Am nächsten Tag stand nach dem ausgiebigen Frühstück mit einem gewaltigen Frühstücksbuffet im Hotel als erstes eine Besichtigungstour durch das Edinburgh Castle, einem der grössten Touristenmagneten des Landes, auf dem Programm. Ein Tourenguide erzählte der Gruppe interessante Anekdoten aus der Vergangenheit des imposanten Schlosses.  

 

Auch die nächste geplante Führung, die Besichtigungstour durch das Mary King’s Close, versprach viel Spannendes. Mary King’s Close bestand ursprünglich aus mehreren engen Gassen mit Häusern auf beiden Seiten, die bis zu sieben Stockwerken hatten. Nach der Pest 1753 entschied der Stadtrat von Edinburgh, hier neue Gebäude zu errichten. Hierfür wurden die oberen Stockwerke abgerissen, die unteren blieben erhalten und wurden als Fundament für die neuen Häuser benutzt. Sie blieben unterirdisch erhalten. Die Führung war sehr interessant und mit vielen gruseligen Geschichten durch den Tourenguide geschmückt.

 

Nach dieser Führung hatte die Gruppe genug zugehört. Man entschied sich, die Stadt, welche inzwischen voll mit Strassenkünstler und Touristen war, individuell zu besichtigen und nach Belieben der Menschenmasse in einem gemütlichen Pub oder Restaurant zu entfliehen.

 

Man traf sich am Abend zur Premierevorstellung des legendären Military Tatoo’s auf dem Vorplatz des Edinburgh Castle wieder, wo sich jeder einzelne die nächsten eineinhalb Stunden von den schöne Klängen und interessanten Vorführungen aus aller Welt und insbesondere durch die Darbietungen der beiden Schweizer Gruppen, dem Militär Spiel sowie den faszinierenden Drummern Top Secret, verzaubern lassen konnte.

 

Von den Eindrücken der eben erlebten Vorstellung sowie des gesamten Tages überwältigt, zog man sich müde aber glücklich ins Hotelzimmer zurück.

 

Der letzte Tag in Edinburgh stand für die individuelle Entdeckung von Edinburgh und Umgebung zur Verfügung. Jeder konnte nach Belieben die verschiedenen schmucken Plätze der Stadt erkunden, sei es in der Old Town entlang der Royal Mile, bei der offiziellen Residenz der Queen in Schottland, dem Palace of Holyroomhouse, oder hoch oben auf dem erloschenen Vulkan, dem Arthur’s Seat mit einer bezaubernden Aussicht, welche bis weit über die Stadtgrenzen hinaus reicht.  

 

Der nächste Treffpunkt war erst am darauffolgenden Morgen früh um 6.15 Uhr an der Hotellobby, um den Bus an den Flughafen von Edinburgh und anschliessend den Flug in Richtung London Heathrow und Zürich Flughafen zu nehmen.

 

Am späten Sonntagnachmittag landete die Reisegruppe heil und mit allen Gepäckstücken in Zürich und genoss die letzten Momente der Reise im Zug nach Burgdorf.

 

Die Reiseteilnehmer haben eine spannende Woche mit fast immer gutem Wetter und hervorragender Stimmung verbracht. Alle nehmen eine Handvoll Eindrücke mit nach Hause und jeder hat für sich beschlossen, dass dies nicht seine letzte Schottlandreise war.

 

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